Legobautage vom 25. bis 27. Februar 2020 im Volkshaus Neckarau

800 Kilogramm Legosteine

Im Februar ist es wieder so weit: Die Lego®-Bautage kommen nach Mannheim. 800 kg Lego®, das ist eine unendlich große Anzahl von Steinen!

800 kg Lego in Mannheim - Familienspaß

Wir bauen eine riesige Stadt

Wir bauen eine riesige Stadt, und ihr seid dazu eingeladen! Häuser, Zoo, Eisenbahn, Hafen und klar: eigene Ideen!

  • Für: Mädchen und Jungen von 8 – 12 Jahren
  • Ort: Volkshaus Neckarau, in der Rheingoldstraße 47-49 Mannheim
  • Zeiten: Dienstag, 25.02. (14.30 Uhr – 17.30 Uhr) // Mittwoch, 26.02. (14.30 Uhr – 17.30 Uhr) // Donnerstag, 27.02. (14.30 Uhr – 18.00 Uhr)
  • Veranstalter: FeG Mannheim

Lego Bautage in Mannheim - Freie evangelische Gemeinde

Ein Tag zum Staunen

Und am Donnerstag, ab 16.00 Uhr ist die Legowelt für alle Familienangehörige geöffnet. Wir wollen Euch schließlich zeigen, was wir aus den unzähligen Steinen und Ideen gemacht haben! Um 17.00 Uhr startet bei diesem Familienevent der Ballonwettbewerb.

Teilnahme und Rahmen

  • Die Teilnahme ist auch an einzelnen Tagen möglich.
  • An den Nachmittagen gibt es einen kleinen Pausensnack mit Getränken.
  • Kostenbeitrag: 2 € pro Tag, bitte vor Ort zahlen.
  • Die Teilnahme am Ballonwettbewerb kostet extra.

Ballonwettbewerb im Rahmen der Lego Bautage in der FeG Mannheim.

Die Teilnahme ist nur mit einer bestätigten Anmeldung möglich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Anmeldungen

Anmeldungen bitte an Ulla Schneider oder Email: LegoBautage@feg-mannheim.de

Veranstalter:

Freie evangelische Gemeinde Mannheim im Bund FeG KdöR

Eisenbahnstr. 14 in 68199 Mannheim

BigBand17: Offenes Dankeschön-Konzert am Fr., 29.11.2019 :: 19:30 Uhr (Eintritt frei) in der FeG Mannheim

Konzert der BigBand17 in der FeG Mannheim am Freitag, 29. November 2019

Offenes Dankeschön-Konzert

Ein sattes DANKESCHÖN in einer der schönsten Sprachen der Welt: Jazz! Und alle dürfen mithören, mitgenießen, miterleben! Die BigBand17 gibt ein “Dankeschön-Konzert“ in den Räumen der FeG Mannheim (29.11.2019; 19:30 Uhr; Eisenbahnstraße 14 Mannheim // Eintritt frei; frei Platzwahl).

BigBand17 - Konzert in der FeG Mannheim 29.11.2019

Raum für Jazz

Seit etwa zwei Jahren probt die Bigband17 einmal monatlich in Räumen der FeG. Die Band wurde im Sommer 2017 von Musikerinnen und Musikern der Rhein-Neckar Region in Mannheim gegründet – überwiegend Profis oder Studierende im Studiengang Jazz. Die Bigband17 spielt Musik aus den Repertoires der großen Bigbands der 60er und 70er Jahre (Francy Boland, Kenny Clarke, Count Basie usw.). Es ist Musik aus der Zeit der eleganten Anzüge und schmalen Krawatten. Bigband-Jazz war swingend, hip und hörbar zugleich – und vor allem: handgemacht und echt. Wer Freude an Jazz und Bigbandmusik hat, für den wird das Konzert sicher ein musikalischer Leckerbissen.

Weltweite Gebetswoche 2019 – auch hier in Mannheim

Zur Einheit gerufen

Wer näher zu Jesus kommt, rückt automatisch näher zu denen, die ebenfalls auf diesen Weg sind. Praktisch kann man das vielerorts im Rahmen der jährlichen Allianzgebetswoche erleben und gestallten. Diese weltweite Gebetswoche findet – organisiert vom Netzwerk Gemeinsam für Mannheim – auch hier vor Ort statt.

Am Sonntag, 20.01.2019 findet kein Gottesdienst in den einzelnen Gemeinden statt. Wir treffen uns alle zum gemeinsamen Abschlussgottesdienst im Kulturhaus Käfertal.

Gebetswoche der Christen in Mannheim und weltweit: 2019 Einheit

Montag, 14.01.
19.30 Uhr: Gebetstreffen, Laden „Herzschlag,Lange Rötterstr. 38

Dienstag, 15.01.
14.30 Uhr Gebet am Nachmittag: EFG Baptisten / Lenaustrasse 53
19.30 Uhr: Gebetshaus / Stamitzstrasse 15
19.30 Uhr: FEG Mannheim, Eisenbahnstr. 14 ,
19.30 Uhr: Liebenzeller / Feudenheim; Schwanenstraße 8

Mittwoch, 16.01.
19.30 Uhr: Baptisten Mannheim Lenaustrasse 53
19.30 Uhr: Unternehmergebet Jungbuschstraße 9, Klingel Gruppenraum MA-Jungbusch
19.30 Uhr: Ev. Stadtmission im „Lighthouse“, K4,10

Donnerstag, 17.01.
09.30 Uhr Leitergebet, ALPHA Buchhandlung C2, 23, MA-Mitte
15.00 Uhr Gebet am Nachmittag: Heilsarmee / G3, 1, MA-Mitte
19.30 Uhr: CZM Rastenburgerstr. 51, MA-Schönau
19.30 Uhr: ICF Mannheim / im Stadthaus N1, 3. OG / MA-Mitte

Freitag, 18.01.
19.30 Uhr Jugendgebetsabend, CVJM / K2, 10, MA-Mitte
19.30 Uhr VM / Am Ullrichsberg 16, MA-Vogelstang / Käfertal

Samstag, 19.01.
09.00 – 12.00 Uhr: Gebetsfrühstück „Gemeinsam für Mannheim“, Stamitzstr. 15 / MA Neckarstadt

19.30 Uhr: Personalgemeinde Trinitatis; G 4,5, MA-Mitte

Sonntag, 20.01.
10.30 Uhr: Gemeinsamer Gottesdienst im Kulturhaus Käfertal im Gartenstraße 8
Im Stempelpark

 

Weitere Infos über die Evangelische Allianz auch hier.

3 WG-Zimmer frei! CVJM LUDWIGSHAFEN

Der CVJM Ludwigshafen bietet
3 Zimmer in einer WG (Dachgeschoß),
von € 270,- bis € 330,- incl. aller NK,
(Kaution € 500,-)

Location: Rohrlachstr. 66 in 67063 Ludwigshafen

Die Wohnung wurde komplett neu renoviert, verfügt über eine neue Wohnküche, Duschbad (Tageslicht), Telefon, Internetanschluss möglich.
Sie befindet sich im Dachgeschoß des CVJM Ludwigshafen e.V.

Der CVJM liegt citynah, gute Verkehrsanbindung an den ÖPNV, es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und eine Bäckerei im Haus.
Mietbeginn voraussichtlich Mitte April 2018.

Bei Interesse bitte melden bei:

CVJM Ludwigshafen e.V.
Rohrlachstr. 66
67063 Ludwigshafen
Telefon: 0621 51 37 55
Email: info@cvjm-ludwigshafen.de

Erst jammern, dann danken: vom trübsal herzloser Tischgebete

Gedanken über das Tischgebet - vom Beten, Jammern und Danken von Stefan Schnabel

Vorweg

Ich erlaube mir hier mal einen kleinen geistlichen Impuls für uns als Christen im Alltag zu geben, der mir selbst wichtig wurde (ich habe ihn erstmalig auf dem Blog biblipedia.de veröffentlicht. Der Beitrag kann hier nachgelesen werden).

Aber jetzt erst einmal alles der Reihe nach…

Ich habe bei mir etwas beobachtet, was ich weder bei mir noch bei Dir (als Christ) sehen will. Aber bleiben wir doch mal bei mir.

Ich bete gerne vor dem Essen. Ich tue das auch in meiner Mensa am Arbeitsplatz. Gut – ich breite keinen Gebetsteppich aus und zünde keine Kerzen an. Aber ich falte die Hände (sichtbar für andere, wie ich es gewohnt bin) und spreche meinen Herrn und Gott einen Dank für mein „tägliches Brot“ aus.

Obendrauf bekenne ich mich damit auch zu meinem christlichen Glauben. Einmal als Christ unter meinen Kommilitonen damals und meinen Kollegen heute aufgetaucht, komme ich nicht mehr in die Bedrängnis, zu verdecken, was ich bin: Christ; ein Kind Gottes. Und wenn ich einmal etwas Evangelium vom Stapel lasse, spricht dann auch nicht die Off-Stimme, die alle schockt nicht indem was sie sagt, sondern dass dann plötzlich überhaupt so etwas kommt. Im Gegenteil: Manchmal, wenn auch selten, wurde ich dann tatsächlich schon nach meinem Glauben gefragt.

Erst jammern, dann danken?

Du siehst, da steckt viel Potential drin, Gott die Ehre zu geben und dafür zu sorgen, dass man Christ ist, wo man als Mensch in der Gesellschaft auftaucht. Aber ich vergeige es auch manchmal. Hier sind wir bei der oben angesprochenen Beobachtung, die ich bei mir leider machen musste und die ich weder bei dir noch bei mir sehen will.

Es ist jetzt in wenigen Wochen vor und mit unterschiedlichen Leuten vorgekommen, dass ich über das Essen gejammert habe. Da war ein Besuch bei uns zu Hause und ich habe bei der Döner-Bude in unserer Nachbarschaft etwas für alle bestellt. Wie letztes Mal bekamen wir nur ungefähr, was ich bestellt hatte. Ich habe geschimpft wie ein Rohrspatz… Oder in der Mensa an der Uni: Da hatte ich ein Stück Fleisch, dass nur aussah, als sei es saftig und dennoch so teuer war, wie ein saftiges Stück. Meinen Mitessern ging es genauso – und so jammerten wir gemeinsam.

Gut. Man kann begründet meckern. Aber final kann man auch zugeben, dass es ein Jammern auf hohen Niveau ist.

Aber das ist (noch) gar nicht der Punkt, über den ich über mich selbst gestolpert bin. Ich meine hier etwas Geistliches, etwas Tieferes. Etwas in der Beziehung zu meinem himmlischen Vater. Denn immerhin schließe ich selbst vor diesem Essen die Hände und danke IHM dafür.

Kommt das nicht dumm? Erst jammern, dann danken? Mit welcher Haltung nehme ich das an, wofür ich Gott danken will? Was meinen wohl meine Kollegen und Gäste, wenn sie mich erst jammern hören und dann spreche ich das Tischgebet?

Damit ich es klar sagen: Nein, ich bin hier kein pharisäischer Haarspalter. Es war Jammern und Meckern. Jammern und Meckern, dass mein Herz eingenommen hat.

Heute wie damals: die ‚Fleischtöpfe Ägyptens‘

Ich fühle mich da plötzlich in so manchen Spuren der Israeliten (vgl. 2. Mose 16, 1 ff), die Gott aus der Sklaverei und Unterdrückung (!) in Ägypten geführt hatte. Sie wurden so Reich beschenkt von Gott, denn er versorgte sie stets auf ihrer Reise. Sie waren so reich beschenkt, weil ihnen Gott eine land-feste Zukunft versprach. Aber auch sie jammerten wie Kinder im Röhren-Blick-Modus, die leckerere Apfelschorle haben, aber die Cola wollen.

Mein Herz für Gott

Lass uns also aus diesen Spuren ausbrechen und dafür sorgen, dass Jammern und Meckern eben nicht diesen Raum in unserem Herzen einnimmt. Klar kann man (sachlich) äußern, wenn einen etwas nicht passt oder schmeckt. Aber daran hängen wir nicht unser Herz. Es gehört Gott. Ihm sei Dank und Ehre. Amen!

Teilen und Teilhaben

In meiner FeG und SMD in Mannheim laden wir (uns gegenseitig) regelmäßig zum Essen ein. Beim nächsten Mal, bevor wir bei mir Auftischen, serviere ich meinen Gäste diesen chrisltichen Impuls, denn ich schon mit Dir hier geteilt habe. Und dann, wenn alle zugestimmt haben, dass wir nicht jammern sollten… Dann gibt es statt ‚Fleischtöpfe‘ eine Schüssel Reis. Nicht mehr; nicht weniger. Warum diese Erinnerung schaffen? Ich denke, was mir so ergeht, ergeht anderen auch. Und so können wir uns gemeinsam helfen, die Balken und Splitzer in unseren Augen zu finden und zu ziehen. Alles zur Ehre Gottes.

Live in Mannheim – CADENCE PLEASE

After the International Day we invite you all to a castle concert in the Arcadentheater with the band Cadance Please (California, USA). The admission is free. This event is organized by INSIGHT Mannheim initiative.

Concert after the international day on the university Mannheim with the US-Band Cadence Please.

  • Event: Live in concert – CADENCE PLEASE
  • Location: University Mannheim, Castle, Arcadentheater
  • Time: 21st September 2017, 07:30 pm
  • Admission: free
  • Organizer: INSIGHT Mannheim (SMD Mannheim International)

INSIGHT Mannheim is a part of the Christian student association SMD Mannheim. All offers are open for people from every country, culture or religion.

Jakob am Jabbok – der Segenskampf (1. Mose 32, 23-33)

Imput von Stefan Schnabel zum Thema Segenskampf - Jakob am Jabbok.

Flucht nach vorne

Jakob ist ein getriebener Mann. Seine Flucht verschuldet hat er der Durchsetzung seines eigenen Willens. Jetzt muss er in das Land seiner Väter zurückkehren – eigentlich seinem Erbe. Dort wartet auf ihn – schon lange – sein unversöhnlicher Bruder, Esau. Jakob stand vor dem Fluss Jabbok. Wie eine Grenze markiert diese natürliche Barriere seine Vergangenheit (diesseits des Flusses) und seine Zukunft, in der er ankommen will. Er hat hatte inzwischen – in einer Nacht & Nebelaktion – alles, was er besaß inklusive Frauen und Kinder, an einer flachen Stelle vorweggeschickt. Nur er blieb zurück. Jetzt war er dran, denn Fluss Jabbok zu durchschreiten. Er selbst, ganz persönlich und ganz alleine.

Imput von Stefan Schnabel zum Thema Segenskampf - Jakob am Jabbok.

Versperrter Weg

Ab hier wird es ziemlich grusselig, geheimnisvoll und auch mysteriös. Denn als Jakob den Jabbok überqueren will, „da trat ihm ein Mann entgegen und rang mit ihm bis zum Morgengrauen“, 1. Mose 32, 25b. Liest man den gesamten Abschnitt, merkt man, gleichgültig welche Übersetzung man nutzt, dass es nicht einfach ein Mann war, mit dem er kämpfte. Da steckte mehr dahinter. Vielleicht war es ein Engel, ein Bote Gottes, Gott selbst (!) in menschlicher Gestalt – vielleicht also Jesus Christus? Irgendwie ist die Natur dieses Mannes unklar. Er ist wie eine Variable, Mr. B, ein göttlicher Gegner.

Wie wir noch sehen werden, wird dieser Ringkampf zum äußeren Zeichen der Suche von Jakob, ein gefallener Mensch, um Rechtfertigung. Das ist gar nicht so weit hergeholt, den im Nahen Osten wurden Rechtsfälle manchmal durch eine Probe/ ein Gottesurteil (vgl. 4, Mo 5, 11-31) entschieden. Eine Art davon war der Ringkampf, so fremd uns das erscheinen mag. Und Jakob kommt sehr schuldbeladen und gebrochen dort an, wo sich seine Vergangenheit und seine Zukunft treffen. Jetzt muss er mit einem „göttlichen Gegner“ kämpfen, ringen und dieser Kampf hält an, bis zur Morgenröte. Denn plötzlich stand da Mr. B. – ein Fremder: Jakob fragte sogar nach seinen Namen (er konnte ja nichts sehen; es war immerhin Nacht; maximal Morgenrot). Aber der Mann, der plötzlich in seinem Weg stand, wich ihm rhetorisch aus. Er bleibt uns fremd.

Lass mich ziehen; ich lass dich nicht los

Mr. B. setzte Jakob mächtig zu. Jakob kam keinen Schritt weiter. Aber der Fremde kam seinem Ziel, was immer das auch war, scheinbar ebenso wenig näher. Das merkte dieser, als die Morgenröte schon aufstieg. Aber anstatt Jakob einfach loszulassen, setzte er einen harten Schlag auf Jakobs Hüftgelenk, sodass es ausrenkte. Das müssen Schmerzen gewesen sein, die Jakob zu Kopf stiegen. Anhaltende, dauerhafte Schmerzen. „Lass mich los“, schrie dann der Fremde dem verletzten Jakob ins Ohr. Doch Jakob erwiderte: „Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du hast mich vorher gesegnet“.

Schon merkwürdig: Warum wollte Jakob den Segen dieses ihm weiterhin fremden Gegners, der sich plötzlich in seinen Weg stellt und dessen Motive er nicht einmal kannte. Jakob muss also etwas bemerkt haben. Vielleicht ahnte er, dass das nicht einfach ein Mann war, gegen den er antreten musste. Vielleicht merkte er, dass dieser Gegner etwas Göttliches innehatte – dass er vielleicht ein Engel, ein göttlicher Bote war, vielleicht sogar Gott selbst. Das Jakob dies ahnte, liegt nahe, denn entschlossen sagt er, dass er ihn erst dann loslassen wird, wenn er seinen Segen erhalten hat.

Schließlich sagte ihm der Fremde am Ende des Kampfes den Segen zu: „Nicht mehr Jakob soll dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast sie überwältigt“.

Gezeichneter Sieger

Jakob geht siegreich aus dem Zweikampf hervor, aber auch nachhaltig verletzt. Hinzu kommt noch die Erinnerung an diese Nacht, denn „bis zum heutigen Tag essen die Leute von Israel, wenn sie Tiere schlachten, den Muskel über dem Hüftgelenk nicht, weil Jakob auf diese Stelle geschlagen wurde“, 1. Mose 32, 33. Er geht als humpelnder Sieger aus dem Ringen mit diesem Mann, der ein Engel, ein göttlicher Bote oder gar Gott selbst war, hervor. Das war nur möglich, da der göttliche Gegner Jakob die Kraft verlieh, überhaupt mit ihm zu ringen. Der Gegner war es, der sich Jakob in den Weg stellte. Gott war hier mit Jakob gnädig, errettend und erwählend zugleich.

Dein Zweikampf mit Gott

Ist dir so etwas schon einmal widerfahren? Hattest du schon einmal eine derart geistige Auseinandersetzung – zwischen dir und Gott, dass man es äußerlich nur als einen verbissenen Kampf in der Nacht beschreiben könnte? Du schüttelst den Kopf; ich nicht. Mich hat dieses Ringen an einen Kampf erinnert, denn ich ganz persönlich kämpfen musste. Setz mal für Mr. B. die Bibel ein. Sie wirkt so menschlich, so greifbar. Ich muss mit ihr ringen. In ihr kommen lauter Menschen zu Wort: Mose, Paulus, Jesaja, Petrus, Johannes und Markus oder Autoren, die uns sogar unbekannt sind. Während ich mit ihren Texten ringe, rieche ich ihre Persönlichkeit geradezu wie Jakob den Schweiß seines Gegners im stundenlangen Zweikampf. Und meine Kämpfe führ(t)e ich auch oft in der Nacht meiner Seele aus; ganz persönlich. Alleine bleibe ich zurück; nur ich und Gott (der sich mir in der Bibel offenbart). Ich will rüber: Mit allen was ich habe und bin; wie Jakob. Letztlich will ich selbst rüber – ich als Person zu Jesus.

Mr. B. und die Bibel

Doch da steht dann bei mir Mr. B, die Bibel. So menschlich greifbar sie ist, so spüre ich doch – ebenso wie Jakob – dass ich es nicht bloß mit Menschenhand und -Kraft zu tun habe. Da ist mehr! Da ist Gott selbst am Werk gewesen und nicht nur er als „Objekt“ in den Geschichten, die über Erfahrungen „mit ihm“ erzählen. Da ist sogar so viel mehr, dass „es“ Autorität hat, zu segnen. Mir fällt dazu immer wieder die Stelle aus Jesaja ein: „Genauso ist mein Wort: Es bleibt nicht ohne Wirkung, sondern erreicht, was ich will, und führt das aus, was ich ihm aufgetragen habe“, Jesaja 55, 11. Und so lasse ich ebenfalls nicht los, es sei denn, Du Herr (und damit meine ich den Gott der Bibel und nicht sein Wort, die Bibel) segnest mich. Das denke ich manchmal auch, wenn ich mit Bibelversen und -abschnitten ringe, die mich in ihrer Härte und Schärfe, ihrer radikalen Sprache und ihrer eindringlichen Wirkung und unerschrockenen Darstellung aufheulen lassen.

Lebenslang gezeichnet

Obgleich Jakob der Sieger sein wird, wird er sein Leben lang Schmerzen haben, wenn er auftritt. Seine Potenz ist beeinträchtigt (was ohnehin mit der verletzten Hüfte gemeint ist). Die wird ihn stets daran erinnern, dass er diesen Weg passieren musste, bevor er an sein Ziel und an den Segen kam. Auch mein Weg zu Jesus und zu einer gewissen Gotteserkenntnis führte über die Bibel, meinem persönlichen Mr. B. Das war kein Sparziergang, sondern mit viel Ringen verbunden.

Mehr noch: Schon damals, nach diesem intensiven Kampf, musste ich feststellen: ich hinke auch! Und ich habe nachhaltige Schmerzen, die ich immer wieder spüre und zu spüren bekomme. Meine Verletzungen kann man dabei als solche beschreiben, dass ich heute weiß, dass ich nach einem schmerzhaften Erkenntnisprozesse inzwischen auch Positionen vertrete, für die ich mich einst vor dieser Auseinandersetzung ausgelacht hätte. Denn diese Positionen in meinen damaligen, sehr liberal geprägten Augen waren einfach nur evangelikal. Diese zutreffende Einordnung genügt schon, und sie genügt heute vielen Menschen (inkl. vieler Christen), um mich & was ich in einigen Punkten (Gemeindezucht, Homosexualität, Frauenordination, Stellung der Bibel, Scheidung, Wiederheirat Geschiedener…) denke und an Anfragen stelle, vollends abzuschreiben und als naiv, dümmlich, uniformiert abzustempeln. Wie Jakob seine Hüfte bei jedem Schritt spürt, spüre ich den Schmerz, jedes Mal, wenn ich mit diesen Positionen auftrete oder – oftmals – herausgefordert bin, einen Standpunkt zu beziehen, der außerhalb der Komfortzone/ Schonhaltung liegt.

Wenn Du auf die Bibel triffst, denkst du vielleicht auch oft, du triffst auf Menschen bzw. deren Worte und Meinungen. Ich durfte erkennen, dass dies final nicht so stimmt.  Wenn du mit der Bibel ringst, ringst du nicht mit irgendwelchen regional-religiösen Texte, wie mir es ein ev. Theologe letzte Woche erklären wollte… du ringst mit einem göttlichen Gegner. Du ringst mit dem Wort Gottes selbst. Kämpf nur! Ob in der Nacht und auch noch alleine: Kämpfe, gib nicht auf und erwarte den Segen; such ihn. ER wird ihn Dir geben. Ich durfte dies erleben und – wie oft oder heftig ich darunter auch leiden müsste – ich will ihn nie wieder vermissen. Wenn Du als verletzter Sieger aus dieser Schlacht hervorgehst, breche nicht weg! Erinnere dich an Jakob und all deine Mitchristen: Sie mussten irgendwan einmal alle ihren persönlichen Jabbok überqueren und sie gehen alle freudig und humpelt ihren Weg. Und gewiss auch mit einem Stück Demut im Gang.

Mannheim, 31. Mai 2017                                            Eurer Stefan Schnabel

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Stefan Schnabel
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